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Save the Date 29. September 2019

Newsarchiv

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Haile Gebrselassie: "Ich weiß, dass ich 2:03 laufen kann"

Zwei Tage vor seinem Start beim 35. real,- BERLIN-MARATHON zeigt

sich Marathon-Weltrekordler Haile Gebrselassie zuversichtlich. Der 35

Jahre alte äthiopische Weltklasseläufer will am Sonntag seinen einen

Jahre alten in Berlin aufgestellten Marathon-Weltrekord von 2:04:26

Stunden angreifen und ihn unter die Marke von 2:04 Stunden drücken.

„Wenn es mir gelingt, die erste Streckenhälfte in der Zeit wie letztes

Jahr zu passieren, traue ich es mir zu. Bei meinem Versuch in Dubai war

die erste Hälfte zu schnell.“ Gebrselassie hatte im Januar den

Dubai-Marathon in 2:04:53 gewonnen.

Den Start beim

Olympia-Marathon in Peking hatte er vorzeitig abgesagt, weil er als

Allergiker die negativen gesundheitlichen Auswirkungen des Klimas

fürchtete. Stattdessen trat er über 10.000 Meter an und belegte dort

den sechsten Platz, gerade fünf Sekunden hinter dem Sieger, und

demonstrierte dabei seine hervorragende Form, die er jetzt auf der

Marathondistanz umzusetzen hofft.

Sein Training in der

Höhenlage der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba verlief sehr gut,

betonte er. „Nach den Olympischen Spielen habe ich zu Hause trainiert,

dabei stand die Ausdauer im Vordergrund. Und ich bin dabei sehr gut in

Form gekommen. Ich hatte dann ein kleines muskuläres Problem vor zwei

Wochen, aber das ist normal, wenn man auf einem so hohen Level

trainiert. Da gibt es immer wieder mal kleine Wehwehchen. Ich fühle

mich jetzt fit und gehe mit viel Selbstvertrauen ins Rennen“, erklärte

Haile Gebrselassie und fügte hinzu: „Aber wenn man einen Weltrekord im

Marathon aufstellen will, dann muss an diesem Tag alles perfekt

stimmen. Wenn es am Sonntag klappt, prima. Wenn es nicht reicht, dann

schauen wir auf das nächste Jahr. Aber Berlin bietet den schnellsten

Kurs, da ist immer etwas möglich.“

„Ich weiß, dass ich

2:03 Stunden laufen kann. Aber ich weiß nicht, wann ich das erreichen

werde. Für Sonntag will ich mir keine bestimmte Zeit als Ziel setzen.

Ich möchte keine Zeiten mehr prognostizieren. Es kann durchaus sein “,

erklärte der 35-Jährige, der sich am Sonntag in Berlin auch für den

WM-Marathon im nächsten Jahr in der deutschen Hauptstadt qualifizieren

möchte. „2009 möchte ich bei den Weltmeisterschaften starten und

Marathon laufen. Aber eine große Meisterschaft ist natürlich etwas

anderes als ein Rennen wie am Sonntag. Im nächsten Jahr geht es mir in

Berlin um den Sieg, die Zeit spielt dann keine Rolle“, erklärte Haile

Gebrselassie, der es nicht bereut, bei Olympia über 10.000 m anstelle

im Marathon an den Start gegangen zu sein. „Ich habe das Rennen im

Fernsehen gesehen. Sammy Wanjiru hat eine tolle Leistung gezeigt und

für Kenia war es natürlich etwas ganz besonderes, denn es war das erste

Marathon-Gold für die Kenianer bei Olympia. Ich war sehr überrascht

über die schnelle Siegzeit von Sammy Wanjiru.“

Berlin

sei für ihn eine ,Glücksstadt’ erklärte Haile Gebrselassie. „Manchmal

ist das so, dass man in einer bestimmten Stadt immer besonders

erfolgreich ist. Das ist für mich Berlin. Hier war ich schon als Junior

in der Marathon-Staffel sehr stark, die wir als äthiopisches Team

gewonnen haben. Dann hatte ich auf der Bahn beim ISTAF Erfolg und nun

beim real,- BERLIN-MARATHON. Die letzten beiden Marathonrennen hier

waren einfach phantastisch für mich. Berlin ist für mich wie ein

Heimspiel. Deswegen will ich auch nächstes Jahr bei den

Weltmeisterschaften hier laufen.“

Die enorme

Unterstützung, die Haile Gebrselassie bei seinen vergangenen beiden

real,- BERLIN-MARATHON-Rennen erhalten hat, begann am Freitagmorgen

schon etwas früher: Auf dem Frankfurter Flughafen wünschten die beiden

Polizisten bei der Passkontrolle dem Superstar viel Glück und

erklärten: „Wir laufen am Sonntag auch in Berlin.“ „Ich habe mich

gewundert, dass sie dann noch im Dienst waren, aber sie sagte, das sei

kein Problem.“

Charles Kamathi: Hailes schärfster Rivale

„Ich

bin in guter Form und möchte meine Bestzeit weiter steigern“, erklärte

Charles Kamathi in einem Telefoninterview am Freitag. Der Kenianer, der

sich in Rotterdam im April als Dritter auf 2:07:33 Stunden verbessert

hatte, lebt zeitweilig in Japan. „Bis Juli habe ich in Japan trainiert,

ab August dann in Kenia“, sagte der 30-Jährige, der 2001 bei der WM

10.000-m-Weltmeister wurde und dabei unter anderen Haile Gebrselassie

besiegte. „Das ist sicherlich eine Motivation, Haile geschlagen zu

haben, aber man kann Bahnrennen nicht mit dem Marathon vergleichen.“

Kamathi will am Sonntag das Weltrekord-Tempo von Haile Gebrselassie

nicht mitgehen. „Ich werde in der zweiten Gruppe laufen und hoffe auf

ein Tempo zwischen 2:06 und 2:07 Stunden. Aber wenn ich mitbekomme,

dass Haile in Schwierigkeiten geraten sollte, dann werde ich sicherlich

angreifen.“

 

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