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Save the Date 29. September 2019

Newsarchiv

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Fabián Roncero schlägt die Stunde

Zwei Rekorde sind Fabián Roncero sicher, ein dritter könnte

nachträglich hinzukommen. In der Weltklassezeit von 59:52 Minuten gewann

der favorisierte Spanier einen BERLINER HALBMARATHON, der nicht nur breiten-

sondern jetzt auch spitzensportlich eine enorme Entwicklung gemacht hat und auf

gutem Weg ist, zu einem echten Pendant zum real,- BERLIN-MARATHON zu werden.

10.119 Läufer, Skater, Rollstuhlfahrer und Power-Walkern aus 53 Nationen

gingen über exakt 21,0975 km an den Start. Und zählt man noch die

Schüler des 4-km-Rennens hinzu, waren es sogar 11.655 Teilnehmer. Die

Ergebnisse können sich sehen lassen: Zum ersten Mal in seiner Geschichte

hält der BERLINER HALBMARATHON durch Fabián Roncero eine

Jahresweltbestzeit, die zugleich spanischen Rekord und Streckenrekord

bedeutete.

Die alte Berliner Kursbestzeit hatte Carsten Eich 1993 mit 60:34 Minuten

aufgestellt. Diese war damals zugleich auch ein Europarekord, den heute der

Portugiese António Pinto mit 59:43 Minuten hält. Dennoch

könnte Fabián Roncero auch noch in Besitz der kontinentalen

Bestzeit kommen. Denn Pinto lief das Ergebnis in Lissabon, und diese Strecke

weist ein nicht den Regeln entsprechendes Gefälle auf. Der internationale

Leichtathletik-Verband (IAAF) wird entscheiden müssen, welche Zeit

künftig gilt.

So war es ein erfolgreicher Tag für Roncero, obwohl er mit einem Schock

begonnen hatte. Aus dem Videotext hatte er am Morgen vom Tod seines

Nationalmannschaftskollegen erfahren. Der spanische Marathonläufer Diego

Garcia war am Sonnabend während des Trainings zusammengebrochen.

„Wir wollten ihm diese Nachricht eigentlich erst nach dem Rennen

mitteilen“, hatte sein Manager Jose Alonso Valero kurz nach dem Start

gesagt. Befürchtungen, dass Ronceros Leistung unter der traurigen

Nachricht leiden könnte, bewahrheiteten sich jedoch nicht.

Schon vor Kilometer 10 (28:56) drückte der 30-jährige Roncero, der

in knapp drei Wochen den Rotterdam-Marathon laufen wird, auf das Tempo. Und

kurze Zeit später konnten aus der anfangs zehn Läufer zählenden

Spitzengruppe nur noch zwei Kenianer mithalten: Titus Munji und Rodgers Rop.

Dennoch wurde schnell deutlich, dass die seit 1994 beim BERLINER HALBMARATHON

anhaltende afrikanische Siegserie zu Ende gehen würde. Denn Roncero befand

sich in Topform. Bei Kilometer 16 war Rop geschlagen, 2000 Meter später

konnte Munji dem Tempo des Spaniers, der die Kilometerabschnitte in etwa 2:45

Minuten lief, nicht mehr folgen. Dennoch liefen Munji und Rop in 60:27 und

60:57 noch hervorragende Zeiten. „Er wusste, dass er vielleicht in der

Lage war, Pintos Zeit von Lissabon zu unterbieten. Aber er wollte in der ersten

Phase des Rennens nicht zu sehr auf das Tempo drücken, schließlich

hat der Rotterdam-Marathon in drei Wochen absolute Priorität. Der Lauf in

Berlin war ein guter Test dafür“, sagte Ronceros Manager Valero.

„In Rotterdam möchte ich gewinnen und wenn möglich auch meine

Bestzeit unterbieten“, sagte Roncero, der 1999 in Rotterdam in 2:07:23

Stunden den heute noch gültigen spanischen Rekord aufgestellt hatte.

Einen Hattrick schaffte Joyce Chepchumba, die zum dritten Mal in Folge den

BERLINER HALBMARATHON gewann. Die Kenianerin, Olympia-Dritte im Marathon,

siegte bei idealen Witterungsbedingungen in guten 69:37 Minuten. „Ich

wollte eigentlich schneller laufen, konnte das Tempo aber nicht halten“,

erklärte die 30-jährige Siegerin, die vor einem Jahr den Berliner

Streckenrekord von 68:22 Minuten aufgestellt hatte. Bei ihrem Start-Ziel-Sieg

hatte sie die 5-km-Marke bereits nach 16:05 Minuten erreicht, doch schon am

10-km-Punkt war sie in 32:46 deutlich langsamer. Hintergrund der kleinen

Schwäche der Joyce Chepchumba ist, dass sie mitten im Training für

den London-Marathon in knapp drei Wochen steckt. „Ich habe in der letzten

Woche gut 220 Kilometer trainiert“, erklärte Joyce Chepchumba, die

sich ebenso wie Fabián Roncero 3000 DM für ihren Sieg verdiente.

„Ich denke, 69 Minuten sind in der Vorbereitung auf London ganz gut. Ich

bin optimistisch, obwohl die Konkurrenz dort sehr stark sein wird. Aber ich mag

Rennen mit starken Gegnerinnen“, sagte Joyce Chepchumba, für die der

BERLINER HALBMARATHON der erste Straßenlauf dieses Jahres war.

Ebenfalls nicht hundertprozentig zufrieden war Kathrin Weßel. Die

Läuferin des Veranstalters SCC Berlin lief eineinhalb Jahre nach der

Geburt ihrer Tochter erstmals wieder eine derart lange Strecke und wurde in

71:09 Minuten Zweite. „Es wäre vermessen gewesen, zu sagen, ich

schlage hier Joyce. Aber ich hatte mir eigentlich eine Zeit unter 71 Minuten

vorgenommen“, sagte Kathrin Weßel, die dennoch optimistisch im

Hinblick auf ihr Marathon-Comeback ist. In Hamburg will sie am 22. April ihre

Bestzeit auf unter 2:30 Stunden schrauben.

Erst kurz vor Kathrin Weßel hatte mit Romuald Krupanek (SCC) der beste

Berliner in 70:01 Minuten als 21. das Ziel erreicht. Deutsche

Spitzenläufer waren nicht am Start, allerdings gibt es ohnehin keinen, der

ganz vorne hätte mithalten können.

 

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