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Save the Date 29. September 2019

Newsarchiv

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Darmstadt-Cross, eine echte Werbung für das Querfeldeinlaufen

Starke deutsche Präsenz sorgten für

„Meisterschafts-Niveau“ – Jens Borrmann vor Carsten

Schütz bei den Männern/ Susanne Ritter läuft in Kenia-Phalanx

– Spitzenbesetzung beim Nachwuchs – Über 800 Meldungen beim

Darmstadt-Cross

Pünktlich zum Darmstadt-Cross hörte der Dauerregen der letzten

Tage auf – und die Lichtwiese am ehrwürdigen Hochschulstadion in

Darmstadt präsentierte sich in hervorragendem Zustand. „Zwei, drei

kleine Matschpassagen haben kaum den schnellen Rhythmus unterbrechen

können“, zeigte sich Jens Borrmann über das

Darmstadt-Crossgelände überrascht. „Das hat EM-Niveau“,

bekannte Oliver Mintzlaff in Erinnerung an die letztjährigen

Europameisterschaften in Thun/ Schweiz. Nicht nur der Wiesenparcours

präsentierte sich in Bestzustand, sondern auch der Darmstadt-Cross machte

nicht nur als Wertungslauf im Deutschen Cross-Cup seinem Ruf als „erste

Cross-Adresse“ alle Ehre. Vor allem der Männer-Wettbewerb und die

beiden Jugendläufe waren derart gut besetzt, dass man sich selbst in

Bundestrainer-Kreisen in einer Einschätzung einig waren, nämlich dem

„Meisterschafts-Niveau“. Wer nämlich zu den

Europameisterschaften ins kroatische Medulin Anfang Dezember fahren will, der

musste sich in Darmstadt stellen. Und es waren erfreulich viele, die sich der

Herausforderung Cross als dem klassischen Element zur Vorbereitung auf die neue

Saison stellten.

„Wir brauchen einfach die qualitativ starken Läufe“,

brachte es letztlich ein Jens Borrmann auf den Punkt. „Anfangs hatte ich

etwas Angst, das kontinuierlich gesteigerte Tempo der vier Kenianer mitzugehen,

aber es ist wirklich gut gegangen!“ Der Dresdener im Trikot des SC DHfK

Leipzig war letztlich auch mit dem Vorsatz „EM-Nominierung“ nach

Darmstadt gekommen und ist nach dem überzeugenden Auftritt auf der

Lichtwiese erste Wahl. In einem vorzüglichen Finale behauptete der

deutsche Mittelstrecken-Crossmeister seinen Spitzenplatz gegen den spurtstarken

Carsten Schütz und den seit der Startrunde nur mit einem Schuh laufenden

Oliver Mintzlaff. Mit dem Rostocker Ulf Wendler zeigte sich als viertbester

deutscher Läufer ein neues Gesicht in der Langstreckenelite noch vor

Oliver Dietz und Dominik Burkhardt, die sich schon verschiedentlich in Szene

setzten konnten. Nicht nur an der Spitze der „deutschen Wertung“

ging es eng zu, sondern auch dahinter: Innerhalb von vier Sekunden

stürmten Christian Knoblich, Embaye Hedrit sowie die besten deutschen

Hinderniscracks mit dem aktuellen Titelträger Philimon Ghirmai und dem

früheren Europameister Damian Kallabis über die Ziellinie und

unterstrichen das beachtliche Niveau beim Darmstadt-Cross.

Auch eine glänzend aufgelegte Susanne Ritter konnte den Doppelerfolg

der Keniafrauen Susan Kurui und Lilian Chelimo nicht verhindern. Doch die

Bonnerin, die in der kommenden Saison für die LG Braunschweig starten

wird, wehrte immerhin die in der Straßensaison stark auftrumpfende

Tschechin Petra Kamenková oder mit Joyce Kandie eine weitere Kenianerin

ab und ist derzeit in der Planung für Bundestrainer Wolfgang Heinig

für die Cross-EM. „Wenn wir keine Mannschaft auf die Beine stellen

können, dann wird Susanne Ritter als Einzelstarterin nominiert!“

Auch Melanie Kraus hat sich wieder in das Renngeschehen zurückgemeldet und

kam als zweitbeste Deutsche auf Rang sieben ins Ziel. „Heute habe ich

eine andere Taktik angewendet – und es ging gut!“ freute sich die

Leverkusenerin über ihren Cross-Einstieg mit einer kontinuierlichen

Temposteigerung.

Dramatische Entscheidungen prägten die Jugendläufe. Bei den Jungen

spurtete mit hochgerecktem Arm der Doppelmeister Christian Klein vor dem sich

nach Verletzung nun wieder in starker Form zurückmeldenden Andre

Pollmächer und dem Hallenser Robert Patzschke als Erster ins Ziel.

Überraschend stark die beiden noch der B-Jugendklasse angehörenden

Stefan Eberhardt und Erkarn Kara auf den Rängen fünf und sieben in

einem erlesenen Starterfeld. Bei den Mädchen überraschte die

17jährige Regina Schnurrenberger aus Straubing ihre gleichaltrige

Konkurrentin Eva-Maria Stöwer, die immerhin im Frühjahr

Crossmeisterin geworden war. Auf Rang drei meldete sich übrigens die

A-Jugend-Crossmeisterin Johanna Braun wieder zurück. Für die

WM-Starterin Katharina Splinter reichte es diesmal nur zu Rang sechs.

Fast 500 Schüler tummelten sich in den Wettbewerben der Acht- bis

Fünfzehnjährigen. Allen voran Katharina Heinig, der 13jährige

Spross von Katrin Dörre-Heinig und Bundestrainer Wolfgang Heinig, als

überzeugende Siegerin selbst gegenüber den zwei Jahre älteren

Konkurrentinnen und Johannes Raabe aus Kirchdorf bei Hannover, Sohn des

erfolgreichen Mastersläufer und mehrfachen deutschen Meisters Herbert

Raabe.

Cross-Brezeln für die alle Schüler, Heidesheimer Äpfel und

eine Fülle von Präsenten für die Tagesschnellsten in allen

Altersklassen sowie ein breit gefächertes Prämiensystem sorgten nicht

nur für eine Rekordbeteiligung auf der Lichtwiese in Darmstadt, sondern in

Verbindung mit einer wohl tuenden Stimmung traten mehr als Achthundert

Querfeldeinläufer der landauf-landab leichtfertig formulierten Behauptung

massiv entgegen, Crosslaufen fände in Deutschland so gut wie nicht statt.

Beim ASC Darmstadt jedenfalls ist Cross in besten Händen.

Ergebnisse: 18. Darmstadt-Cross mit Deutscher Cross-Cup

2002

Männer (8000 m): 1. Chemweno 23:33, 2. Sirma 23:44, 3. Kiplagat Kosgei

23:51, 4. Birgen (alle KEN) 23:49, 5. Bormann (SC DHfK Leipzig) 24:31, 6.

Schütz (TV Wattenscheid) 24:33, 7. Mintzlaff (LG Bonn/ Troisdorf/

Niederkassel) 24:38, 8. Wendler (1. LAV Rostock) 24:40, 9. Dietz (TSV Gerbrunn)

24:45, 10. Burkhardt (LG Eintracht Frankfurt) 24:52, 11. Knoblich 24:58, 12.

Hedrit (beide LAC Quelle Fürth/ München) 24:59, 13. Ghirmai (LAC

Pliezhausen-Gomaringen) 25:00, 14. Kallabis (VfB Stuttgart) 25:02, 15. Kitur

(KEN) 25:03, 16. Neuschwander (LC Rehlingen) 25:07, 17. Gabius (LAV

Hamburg-Nord) 25:13, 18. Förster (SG EBT Berlin) 25:13, 19. Erhardt

(Spiridon Frankfurt) 25:14, 20. Haferkamp (Gerolsteiner LGV) 25:14, 21.

Wachenbrunner (LG Nike Berlin) 25:28, 22. Müller (LG Göttingen)

25:29, 23. Everszumrode (LAZ Mönchengladbach) 25:32, 24. Kimitei (KEN)

25:39, 25. Grube (LAZ Leipzig) 25:45, 26. Kunze 25:50, 27. Donndorf (beide 1.

LAV Rostock) 25:51, 28. Dirschel (MTV Pfaffenhofen) 25:53, 29. Kero (FIN/ TV

Schriesheim) 25:59, 30. Melcher (LG Salamander Kornwestheim) 26:00. Offene

Klasse (6000 m): 1. Chayriguet (TV Waldstraße Wiesbaden) 19.48, Ott (LC

Mengerskirchen) 20:51, 3. Kögel (LG Rüsselsheim) 21:24. Junioren

(8000 m): 1. Neuschwander (LC Rehlingen) 25:07, 2. Gabius (LAV Hamburg-Nord)

25:13, 3. Förster (SG EBT Berlin) 25:13, 4. Everszumrode (LAZ

Mönchengladbach) 25:32, 5. Kunze 25:50, 6. Donndorf (beide 1. LAV Rostock)

25:51, 7. Dirschel (MTV Pfaffenhofen) 25:53, 8. Dehmer (TuS Griesheim) 26:04,

9. Harland (TV Gelnhausen) 26:57, 10. Werner (TG Heilbronn) 27:04.

Frauen (6000 m): 1. Kurui 20:16, 2. Chelimo (beide KEN) 20:27, 3. Ritter (LG

Bonn/ Troisdorf/ Niederkassel) 20:29, 4. Kandie (KEN) 21:01, 5. Kaminkova (CZE)

21.04, 6. Kibet (KEN) 21:11, 7. Kraus (TSV Bayer Leverkusen) 21:23, 8. Bultmann

(LG Braunschweig) 21:26, 9. Svanhalova (CZE) 21:26, 10. Tremmel (MTG Mannheim)

21:45, 11. Schedler (LTF Marpingen) 22:04, 12. Ehrlich (LAZ Leipzig) 22:09, 13.

Engelen (LG Badenova Nordschwarzwald) 22:17, 14. Becker (LAC Quelle Fürth/

München) 22:38, 15. Rosenplänter (LG Badenova Nordschwarzwald) 23:12.

Juniorinnen (6000 m): 1. Tremmel (MTG Mannheim) 21:45, 2. Schedler (LTF

Marpingen) 22:04, 3. Ehrlich (LAZ Leipzig) 22:09, 4. Becker (LAC Quelle

Fürth/ München) 22:38, 5. Rosenplänter (LG Badenova

Nordschwarzwald) 23:12, 6. Kron (LC Rothaus Breisgau) 23:55, 7. Raabe (LG

Eichsfeld) 24:27, 8. Wahler (LG Karlstadt) 24:39.

Männliche Jugend A (6000 m): 1. Klein (LC Rehlingen) 19:05, 2.

Pollmächer (LAC erdgas Chemnitz) 19:07, 3. Patzschke (Hallesche

LA-Freunde) 19:12, 4. Lohse (KTSV Preußen Krefeld) 19:17, 5. Seiler (SV

Creaton Großengottern) 19:22, 6. Sperling (TV Wattenscheid) 19:27, 7.

Middelhoff (DJK Friedberg) 19:32, 8. Koch (TB Burgsteinfurt) 19:35, 9. Schmitt

(LC Rehlingen) 19:36, 10. Wilhelm (LAV Bayer Uerdingen/ Dormagen) 19:47, 11.

Strempler (Berliner LG Ost) 19:52, 12. Pomp (TSV Dinkelsbühl) 19:59, 13.

Schmidt (LG Wipperfürth) 20:00, 14. Schmitz (LG Maifeld-Pellenz) 20:06,

15. Nuber (LG Rülzheim) 20:08. Männliche Jugend B (6000 m): 1.

Eberhardt 19:21, 2. Kara (beide SV Craton Großengottern) 19:25, 3.

Dörrzapf (LG Rülzheim) 19:29, 4. Giehl (TSV Bayer Leverkusen) 19:43,

5. Glatting (LSG Aalen) 20:00, 6. Holmgren (TV Wattenscheid) 20:08, 7. Selke

(SC Ilsfeld) 20:20, 8. Neff (LG Rülzheim) 20:26, 9. El Gahouchi (TSV

Pfungstadt) 20:29, 10. Jahn (LG Baunatal/ ACT Kassel) 20:31.

Weibliche Jugend A (4000 m): 1. Braun (LC Freising) 14:25, 2. Splinter (1.

LAV Rostock) 14:36, 3. Witte (SC Neubrandenburg) 14:36, 4. Schleifer (VfL

Waiblingen) 14:42, 5. Kahl (1. LAV Rostock) 15:07, 7. Schulte (LAZ

Lahn-Aar-Diez) 15:13, 8. Eurich (Hallesche LA-Freunde) 15:23, 9. Möller

(SV Creaton Großengottern) 15:36, 10. Reisinger (SSC Hanau-Rodenbach)

15:46.

Weibliche Jugend B (4000 m): 1. Schnurrenberger (FTSV Straubing) 14:16, 2.

Stöwer (LAC Veltins Hochsauerland) 14:17, 3. Janssen (TSV Bayer

Leverkusen) 14:28, 4. Hamdouchi (LG Neckar-Enz) 14:35, 5. Veillehner (TSV

Winhöring) 14:37, 6. Mohr (Gerolsteiner LGV) 14:37, 7. Dreier (LG Sieg)

15:03, 8. Veith (TuS Griesheim) 15:08, 9. Sauer (LG Dorsten) 15:12, 10.

Thormann (Berliner LG Ost) 15:14.

Masters: M 40 (6000 m): 1. Seidel (LAZ Gießen) 20:09, 2. Wolf (TV

Wetter) 20:41, 3. Stupp (TV Refrath) 20.59 - M 50 (6000 m): 1. Schmidt (TuS

Köln rrh) 21:42, 2. Raabe (TSV Kirchdorf) 22:13, 3. Escher (TuS Köln

rrh) 23:25.

Masters: W 35 (4000 m): 1. Leistner (TuS Griesheim) 17:12, 2. Thum (LC

Diabü Eschenburg) 18:09 (W 45), 3. Kirchem (TSV Eschollbrücken-Eich)

18:13 (W 60).

Schüler A (2000 m): 1. Raabe (TSV Kirchdorf) 6:21, 2. Gerhardt (SC

Bruchhausen) 6:27, 3. Schnägelberger (TuS Griesheim) 6:30.

Schülerinnen A (2000 m): 1. Heinig (LG Odenwald) 7:24 (W 13), 2. Krebs

7:29, 3. Laborenz (beide LAZ Zweibrücken) 7:40.

Wilfried Raatz

 

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