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Save the Date 29. September 2019

Newsarchiv

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Auf ein Neues in den USA

Seit 10 Wochen leben wir Drei, Damian Kallabis, Jirka Arndt und ich, aus der

Sporttasche. Erst Hoehentraining auf Teneriffa, oben auf dem Teide in 2.100m

Hoehe, dann die Cross-WM in Portugal, anschliessend 14 Tage in Albufeira

(Portugal), die European Challenge 10.000m in Lissabon und schliesslich sind

wir hier in Los Angeles gelandet. Am Freitag (14. April) werden wir ein zweites

Mal versuchen die Qualifikationszeit fuer Olympia zu unterbieten, d.h. unter

28:10 min zu laufen. Das Feld sieht ganz gut aus, ein paar Mexikaner, 3

schnelle Amerikaner und Damian soll fuer eine schnelle erste Halbzeit sorgen,

damit das Rennen in Schwung kommt. Er soll etwa 13:57 min. durchgehen bei

5.000m, d.h. 67'er Runden, oder 2:47,5 min. Abschnitte ueber 1.000m.

Vom Wetter her kann es eigentlich nur noch besser werden als in Lissabon.

Seit Monaten hatten sich die Portugiesen ueber eine grosse Trockenheit beklagt

und prompt ein paar Stunden vor unserem Lauf begann es in Lissabon wie aus

Kuebeln zu giessen. Die Temperaturen gingen "in den Keller" und dazu

kam ein richtig stuermischer Wind. Also so etwas habe ich in all' den

Jahren, die ich bisher laufe noch nicht erlebt. Schon beim Einlaufen habe ich

gefroren. Man versucht sich zwar noch zu motivieren, aber wenn im Rennen nur

ein leichter "Haenger" kommt, dann ist es fast unmoeglich noch einmal

Energie bereitzustellen. Schon eine leicht' negative Grundeinstellung

("Sch...-Wetter") macht alles zunichte. Eigentlich muesste man

'zig Varianten im Vorfeld durchspielen, mache ich ja auch, indem ich im

Training verschiedene Rennverlaeufe im Kopf durchgehe, aber mit so etwas

habe/haette ich nie gerechnet. Ich ziehe meinen Hut vor den 6 Laeufern die dort

die Norm geschafft haben, ueber 30 andere mussten ihre Hoffnungen vertagen.

Jirka ist im B-Lauf ein sehr couragiertes Rennen gelaufen. Er wurde dort 3.

und lief mit 28:42 min. Deutsche Jahresbestzeit und eine neue persoenliche

Bestleistung. Unter diesen Bedingungen eine sehr gute Leistung, ihm traue ich

eine Zeit unter 28:30 min. zu am Freitagabend. Schon bei der Cross-WM war er

gut drauf und wenn er nicht gleich nach dem Start durch einen Aethiopier zu

Fall gekommen waere, dann haette er eine bessere Platzierung als Rang 51

erreicht, denn Platz 30 war nur 7 Sekunden entfernt. Aber das sollte ihm Mut

geben fuer diese Saison. Die 4 km bei der Cross WM sind regelrecht

"brutal", da gibt es kein taktieren sondern nur "volle

Kanne" von Anfang an. Vorne sind sie die ersten 600m in 1:24 min.

angegangen und wer nur ein paar Sekunden zoegert verliert ruckzuck 10 Plaetze.

Cross ist nicht so mein Ding, ich fuehle mich immer so als muesste ich mit

"Stoeckelschuhen laufen"... Aber mit Platz 8 waren wir 3 SCC 'ler

sehr zufrieden, seit ueber 10 Jahren war keine deutsche Mannschaft mehr unter

den ersten 10 platziert.

Wie geht es nach Freitagabend weiter? Am Sonntagmorgen (16. April) werde ich

zuerst, zusammen mit Dirk Thiele, den London Marathon kommentieren und dann am

Montagabend (17. April) den Boston Marathon. EUROSPORT uebertraegt live am

Sonntag von 10 Uhr bis 12:30 und am Montag von 18:00 an.

Am Dienstagabend holen mich dann die beiden "Jungs" am Flughafen

in Phoenix, Arizona ab und es geht gleich wieder fuer 4 Wochen zum

Hoehentraining (2.100m) nach Flagstaff, Arizona.

Bis bald,

Euer

Stephane Franke

 

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